Wenn die Wiese Bio-Strom erzeugt: Vom Pilotprojekt zum Erfolg – 5 Jahre Bio-Erdgas aus Arnschwang

5 Jahre Bio-Erdgas aus Arnschwang: Christian Arlt, Sprecher der Geschäftsführung schwaben regenerativ (links) und Xaver Macht, Gründer der Grüngas GmbH im Oberpfälzer Arnschwang.

21.09.2015 // Vor fünf Jahren hatte Xaver Macht, Gründer der Grüngas GmbH im Oberpfälzer Arnschwang, die entscheidende Idee: Energie zu gewinnen aus nachwachsender Biomasse. Für die Umsetzung konnte er erdgas schwaben als Partner der ersten Stunde gewinnen. Heute ist schwaben regenerativ, die 100% Tochtergesellschaft von erdgas schwaben für regenerative Energiegewinnung, an seiner Seite.

Xaver Macht ist grüner Unternehmer und Landwirt. So liegt ihm der Erhalt der Umwelt schon immer sehr am Herzen: „Wir setzten von Anfang an auf eine aktive Landschaftspflege. Das bedeutet eine ökologische Mischfruchtfolge zum Schutz des Bodens. Unsere Anlage ist auf sehr faseriges Material, wie etwa Gras spezialisiert. So gewinnen wir Energie, die einfach nachwächst.“

Seine Bio-Rohgasanlage sollte auch technisch neue Wege gehen. Xaver Macht entwickelte ein neues Verfahren zur Befüllung der Biomassetanks: „Die Futterpflanzenmasse wird von einem normalen Radlader über einen Betonschacht direkt in den Tank geschoben“, schmunzelt Macht. „So kann sich nichts verhaken oder verkeilen. Kein Stillstand wegen Wartungsarbeiten, kein Verschleiß, kein Stress bei den Kulturen im Fermenter.“

Beeindruckende Zahlen. Beeindruckendes Projekt.
Christian Arlt, Sprecher der Geschäftsführung schwaben regenerativ, kennt die Fakten: „Nach nur fünf Jahren Laufzeit hat die Anlage rund 300 Millionen Kilowattstunden klimaneutrale Energie erzeugt! Die Fermentieranlage in Arnschwang verarbeitet täglich 170 Tonnen Silage aus Gras, Mais und anderen Pflanzen. Mit Arnschwang betreiben wir vier 4 Bio-Erdgas-Anlagen – damit ist erdgas schwaben Marktführer in ganz Deutschland.“

Ein Teil des Bio-Rohgases wird direkt vor Ort verstromt. Der weitaus größere Teil, rund 75 %, wird von schwaben regenerativ zu Bio-Erdgas veredelt und ins Erdgasnetz eingespeist. Der Erfolg macht Mut für weitere gemeinsame Projekte. Geplant ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Erzeugung von Eigenstrom, um die Betriebskosten zu senken. Die dabei entstehende Wärme wird genutzt, um Gärreste zu trocknen.

Bio-Energie für 25.000 Haushalte spart 50.000 Tonnen Klimakiller CO2
Die vier laufenden Bio-Erdgasanlagen von erdgas schwaben können heute bereits über 25.000 Haushalte mit klimaneutral erzeugter Energie versorgen. Das entspricht 230.000.000 Kilowattstunden pro Jahr bei jährlich 50.000 Tonnen Einsparung an CO2. In der Produktion von Bio-Erdgas setzt schwaben regenerativ ganz bewusst auf lokale Partner.