Anschluss an die Zukunft: Marienschulen Kaufbeuren heizen mit Fernwärme und sparen 1.600 t CO2

Fernwärmeleitung Kaufbeuren

21.09.2015 // Ab Anfang Oktober erhalten die Kaufbeurer Marienschulen (Realschule und Gymnasium) mit angeschlossenem Internatsgebäude klimafreundliche Nutzwärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk des Bezirkskrankenhauses (BKH) Kaufbeuren. Dafür errichtete schwaben regenerativ eine eigene, rund 500 Meter lange Fernwärmeleitung. Circa 1.600 Tonnen CO2  werden durch die regenerative Energie eingespart, ein großer Beitrag zum Klimaschutz.

Während die Schülerinnen der Marienschule ihre Sommerferien verbrachten, installierte schwaben regenerativ auf dem Schulgelände innerhalb von 2 Wochen das Teilstück für die neue Fernwärmeleitung. Grund für die Umstellung war die Modernisierung der alten Heizungsanlage. Ab Oktober werden die Schulgebäude mit der klimafreundlichen Energie versorgt. Im Hinblick auf die Zukunft hat man für das Internatsgebäude gleich einen Fernwärmeanschluss mitverlegt, denn hier soll die Umrüstung auf Fernwärme in 2-3 Jahren erfolgen. Nach Fertigstellung der Fernwärmeleitung erfolgt die Wärmeversorgung von jährlich rund 1.250 MWh für die Marienschulen aus dem HKW. Für das Internatsgebäude rechnet man mit einer zusätzlichen Wärmemenge von 700 MWh pro Jahr.

Im Anschluss an den Abschnitt auf dem Schulgelände wurde die Leitung unter der Kemnater Straße verlegt und führt von dort direkt auf das BKH-Gelände, wo sie an das Heizkraftwerk angebunden wird. Das Heizkraftwerk besteht aus einem großen Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von rund 2,7 MW. In Kaufbeuren wird selbst erzeugtes Bio-Erdgas in Wärme und Strom umgewandelt. Mit der produzierten Nutzwärme wird das Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren sowie der Neubau der Forensik versorgt. Im Zuge des Leitungsneubaus erhielt auch das heilpädagogische Wohnheim „Villa Schönblick“ des BKHs einen Fernwärmeanschluss und bezieht jährlich rund 180 MWh Nutzwärme.

Christian Arlt, Geschäftsführer schwaben regenerativ, ist rundum zufrieden, dass bis dato alles so gut gelaufen ist: „Die zeitlichen Abläufe haben perfekt gepasst, das war gerade im Hinblick auf die Kurzfristigkeit aufgrund der Sommerferien eine große Herausforderung.“

Rund 1.600 Schülerinnen besuchen das Marien-Gymnasium bzw. die Marien-Realschule. Das Internat St. Maria mit Nachmittagsbetreuung/Offener Ganztagsschule besteht seit Beginn der Marienschulen und steht in der Trägerschaft des Crescentia-Klosters Kaufbeuren.